Automatische Adressierung von DALI EVGs

Mit dem ISYGLT-DALI-16B-Modul können EVGs beim Austausch gegen neue automatisch adressiert werden.
 

Voraussetzungen:

  1. Es besteht ein Konzept für die DALI-Anlage mit einer Übersicht, aus der hervorgeht, welche Leuchte welche DALI-Adresse hat bzw. bekommen soll.
  2. Die DALI-Anlage ist bereits in den Parametern des DALI-16B Moduls eingepflegt und im Modul parametriert.
  3. Die Anlage ist betriebsbereit unter Spannung.


Vorgehensweise beim Austausch von defekten Leuchten (EVG) in einer Anlage:


  1. Gem. Dokumentation und Plan der Anlage feststellen, welches EVG (evtl. auch mehrere) defekt ist (sind).
    Bsp.: Die EVGs mit den Adressen 5, 28 und 30 sind defekt.
  2. Voraussetzung: Das Dali-Modul ist mit den richtigen Parametern der Anlage in Betrieb. Hier gelten die Adressen in der Konfiguration "0".
  3. Anlage (Leuchten) mit dem entsprechenden DALI-Modul spannungsfrei schalten.
  4. Die erste defekte Leuchte mit der niedrigsten Adresse (im Beispiel Adr. 5) demontieren und ein neues unadressiertes EVG einbauen, dann die Leuchte wieder montieren.
  5. Spannung einschalten.
    Das DALI-Modul scannt bei jedem Unterspannungsetzen den DALI-BUS auf neue EVGs ab. Wird ein neues EVG gefunden, überprüft das Modul gem. der in „Konfiguration 0“ hinterlegten Adresstabelle, ob eines oder mehrere der konfigurierten EVGs nicht vorhanden ist. Wenn ja, wird das neue EVG mit der ersten freien Adresse (5) programmiert. Zur Bestätigung der Programmierung blinkt das EVG 3 mal.
  6. Ist nur ein EVG defekt gewesen, wäre die Anlage bereits fertig instandgesetzt. Laut dem Beispiel haben wir jedoch noch zwei weitere defekte Leuchten bzw. EVGs.
  7. Anlage wieder spannungsfrei schalten.
  8. Bei Leuchte mit Adresse 28 ein neues unadressiertes EVG einbauen.
  9. Anlage wieder unter Spannung setzen. Der Prüfvorgang startet neu und das neue EVG erhält die Adresse 28.
  10. Wie vorher beschrieben die dritte Leuchte mit einem neuem EVG versehen. Nach dem Neustart des DALI-16B-Moduls erfolgt die Prüfung des DALI-BUSSES und das neue EVG bekommt die Adresse 30. Der korrekte Vorgang wird ebenfalls durch 3-maliges Blinken quittiert.
  11. Nun ist die DALI-Anlage wieder komplett funktionsfähig!

 

Hinweise:

  1. Werden mehrere unadressierte EVGs gefunden, kann keine eindeutige Zuweisung erfolgen und der Adressiervorgang wird abgebrochen! Entweder müssen alle neuen EVGs, bis auf eines, wieder vom BUS getrennt werden, oder die Anlage ist mit einem Programmiertool, wie DALI-Konfigurator oder dem IP-Master DALI-Web-Plugin zu programmieren.
  2. Für die automatische Neuadressierung muss das DALI-Modul von der 230V-Steuerspannung getrennt und nach dem Leuchtentausch wieder zugeschaltet werden. Die Abschaltung des gesamten Lichtbandes ist aus Sicherheitsgründen nie verkehrt, könnte jedoch entfallen, falls es konstruktionsbedingt erlaubt ist, Leuchten unter Spannung zu entnehmen und anschließend wieder einzusetzen.
  3. Wird ein voradressiertes EVG einer anderen Anlage eingebaut und ist diese Adresse schon vorhanden, erfolgt die Löschung beider EVGs, da nicht festgestellt werden kann, welches das richtige war/ist.

 

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DALI-Konfigurator Web-Plugin

Voraussetzungen:

Die Anlage muss mit einem DALI-16B Modul Firmware >= 2.31 und einem MA-IP-2 Master mit Firmware >= 5.05 ausgerüstet sein.

 

Vorgehensweise:

  1. Folgende Module müssen im Programm mindestens angelegt sein:

    (Die richtige Einrichtung des IP-Masters wird vorausgesetzt)
  2. Im DALI-16B Modul müssen alle geplanten DALI-EVGs in der „Konfiguration 0“ eingetragen und parametriert sein.
  3. Im MA-IP-2 ist das Webserver-Protokoll und der DALI-Monitor zu aktivieren.
  4. Um in den Adressiermode zu gelangen, muss im Web-Plugin der User 30 aktiviert werden.
  5. Im DALI-Plugin die Parameter gemäß der Anlage überarbeiten:
    - Zugriffsrecht
    - Anzahl DALI-Module
    - Adresse der/des DALI-Moduls
    - Sprache
    - Text für die Kopfzeilen
  6. Programm und Parameter jeweils in den Master übertragen.

 

Nun stehen 2 Funktionsarten zur Verfügung, die auch auf unterschiedlichen Zugriffsrechten liegen.

  • Der DALI-Fehler-Monitor
    Dieses Tool könnte z.B. auch der Hausmeister für die Überprüfung verwenden. Es dient rein zur Anzeige. Aufruf: IP-Adresse des Masters/DALI   Bsp: http://192.168.1.175/dali
  • Der Browser-DALI-Konfigurator
    Mit diesem Tool kann die Anlage adressiert, überprüft, gelöscht und geändert werden. Für diese Funktion ist ein gesondertes Zugriffsrecht erforderlich (User 30).
    Aufruf: IP-Adresse des Masters/daliconf    Bsp: http://192.168.1.175/daliconf

 

Während im DALI-Fehler-Monitor nur defekte Leuchten, EVGs oder Leuchtmittel angezeigt werden, ist mit dem DALI-Konfigurator auch die Adressverwaltung sehr einfach möglich.

  • Auf der Startseite sind die gefundenen DALI-Bereiche zu sehen (in unserem Beispiel gibt es nur einen DALI-BUS).
    Durch drücken der Taste „Test“ erhält man Informationen über den Zustand der Anlage.
    Nun erfolgt ein Abscannen aller DALI-Teilnehmer am BUS des gewählten Moduls.

     

    DALI-Konfigurator Test-Seite
    Anklicken des Lampensymbols bewirkt ein Blinken der Leuchte.


    Mit der Taste "X" wird die aktuelle Funktion abgebrochen und man gelangt zurück zur Startseite.

     

  • Mit der Taste "DALI-Adressen vergeben" gelangt man zur folgenden Seite:

    Hier werden alle gefundenen EVGs ohne Adresse und mit Adresse angezeigt.


    Ein Tastendruck auf das Lampensymbol bewirkt das Blinken der entsprechenden Leuchte.

    Mit dem Symbol kann ein EVG oder können alle EVGs gelöscht werden.

    Mit dem Symbol wird der Adressierungsdialog aufgerufen. Dem gefundenen EVG (blinkt zur Identifizierung) wird auf diese Weise eine freie Adresse zugewiesen.

  • Im Adressierungsdialog sind alle freien DALI-Adressen ersichtlich. Einfach eine freie Adresse auswählen – fertig.
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  • Wurden in der Anlage Änderungen durchgeführt, erscheint  zusätzlich die Taste "Prog" zur endgültigen Speicherung.
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  • Nachdem alle Änderungen durchgeführt wurden, kann man entscheiden, ob alles nun in die DALI-EVGs geschrieben wird, oder ob man nochmals alle verwerfen will und anschließend der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird.
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DALI Broadcast Betrieb

 

Die DIP-Schalter 1+2 auf ON stellen. Nun sind alle am DALI-BUS angeschlossenen Geräte mit dem Poti 1 steuerbar, unabhängig davon, ob diese bereits adressiert oder noch werksneu sind. Diese Funktion stellt eine große Hilfe für den Elektroinstallateur bei der Inbetriebnahme von Neuanlagen dar. Ohne Anlagenprogrammierung kann so die Funktion aller am DALI-BUS angeschlossenen Leuchten geprüft werden.

 

 

 

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