Allgemeines

Mit der Funkuhr können Funktionen des ISYGLT-Systems zeitabhängig gesteuert werden. Das Funkuhr-Modul empfängt die genaue Uhrzeit, das Datum und den Wochentag (Sommer-, Winterzeit und Schaltjahre werden automatisch berücksichtigt) des DCF-77 Senders, bereitet die Daten für das ISYGLT-System auf und sendet die aufbereiteten Daten über das Subnet zum Master.
Da die Funktion des Moduls vom Funkempfang des DCF-77 Senders abhängt, ist es in einem IP65-Gehäuse untergebracht und kann somit auch in Industriebauten mit abschirmenden Stahlbetonwänden an einem Platz mit gutem DCF-77 Empfang (notfalls außen in Richtung Frankfurt/Main) installiert werden. Zur Feststellung der Qualität des Funkempfangs ist das Modul mit einer Empfangskontrollfunktion ausgestattet. Diese wird aktiviert, wenn das Modul ohne BUS-Ankopplung betrieben wird. Nach dem Anklemmen der Betriebsspannung erfolgt eine Initialisierung des Funkuhr-Moduls, die etwa zehn Sekunden dauert.
Danach synchronisiert sich die interne Uhr auf das Funksignal. Dieser Vorgang dauert, abhängig von der Empfangsqualität, zwischen drei und zehn Minuten. Wenn der BUS nicht angeschlossen ist, aktiviert sich nach der zehnsekündigen Modulinitialisierung die Empfangskontrolle. Dabei blinkt die grüne Leuchtdiode in Abhängigkeit der Empfangsqualität nach folgendem Schema:



Verhältnis Empfangsqualität
Leuchtzeit: Dunkelzeit
1:1 sehr gut
1:3 gut
1:5 mittel
1:7 schlecht
LED bleibt AUS kein Empfang


Ist die Leuchtdiode nach einer Zeit von 30 Sekunden nach dem Einschalten immer noch dunkel, kann in der aktuellen Position des Moduls das Zeitsignal nicht empfangen werden. Das Modul ist in eine andere Position (Ort) zu bringen.
Nach dem Anklemmen des RS-485-BUSSES gelangt das Modul in den Betriebsmodus. Während der Kommunikation des Masters mit der Funkuhr leuchtet die grüne LED mehrmals kurz auf. Hat der Master die aktuelle Zeit der Funkuhr fehlerfrei eingelesen, wird dies durch ständiges Leuchten der grünen LED angezeigt.

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Funktionsanzeigen

  • 1 rote LED signalisiert die Betriebsspannung
  • 1 gelbe LED signalisiert durch Blinken die Kommunikation mit dem Master über das Subnet
  • 1 grüne LED signalisiert den Funksignalempfang
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Anschlüsse

  • 1 Anschluss für das Subnet (BUS A und B, RS-485)
  • 1 Anschluss für die Betriebsspannung (Ub, 0V)
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Bauform

  • Aufbaugehäuse lichtgrau (IP-65)
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Konfigurierung

  • Das Modul ist mit der Betriebsspannung und dem Subnet zu verbinden. Es belegt im System eine Sonderadresse und muss somit nicht konfiguriert werden.
  • 1 DIP-Schalter zur Einstellung von 38400 bzw. 9600 Baud
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Technische Daten

Typ DCF-77-Modul
Artikel-Nr. 80070100
Betriebsspannung 16V bis 35V DC bzw. 16V bis 27V AC
Stromaufnahme 50mA
Subnet (RS-485) max. 5,6V Begrenzung durch Z-Dioden
Abmessungen LxBxH 120x120x60mm
Gewicht 400g
Anschluss Schraubklemmen 1,5mm², steckbar
Betriebstemperatur -10...+50°C
Lagertemperatur -25...+70°C
Luftfeuchte 0 ...85 % r.F. nicht kondensierend
Schutzart IP65
CE-Zeichen ja
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Anschlussbelegung

Sh. Frei
=Ub Betriebsspannung
0V Betriebsspannung
A Subnet (BUS A, RS-485)
B Subnet (BUS B, RS-485)
Anschlussplan

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