Allgemeines

Das Master-Modul steuert den Datenverkehr auf dem ISYGLT-BUS (Subnet) und muss demzufolge in jedem System vorhanden sein. Alle durch die Module erfassten Daten (z.B. Zustände der digitalen und analogen Eingänge der Module, Zeiten der Funkuhr usw.) werden über den BUS zum Master übertragen und dort im Datenspeicher zwischengespeichert. Der Master verarbeitet die erfassten Daten durch ein anwenderspezifisches Programm und gibt, je nach Ergebnis der Verarbeitung der Eingangsdaten, Daten an die Ausgänge der Module (z.B. Analog- und Digitalausgänge) zurück.

Der Transfer der Daten vom Master zu den Modulen erfolgt wieder über den BUS. Das Programm wird mit einer separat beschriebenen Programmiersoftware durch den Anwender erstellt, über eine Programmierschnittstelle (RS-232) zum Master übertragen und dort im Programmspeicher gesichert. Der Programmspeicher ist beliebig oft beschreibbar und verliert seine Daten auch bei einem Betriebsspannungsausfall nicht. Über die optionale 3. serielle Schnittstelle können mehrere Master miteinander vernetzt werden (Backbone).

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Funktionsanzeigen

  • 1 rote LED "Power" signalisiert die Speisespannung.Diese LED leuchtet wenn die Speisespannung am Modul anliegt.
  • 1 grüne LED "Betrieb" signalisiert durch Blinken die Prozessorfunktion. Gleichmäßiges Blinken signalisiert "System o.k., jedoch keine DCF-77 Uhrzeit empfangen". 2x kurzes Blinken und dann eine Pause signalisiert "System o.k. und gültige DCF-77-Zeit empfangen".
  • 1 rote LED "Error" signalisiert Fehler. Diese LED zeigt einen aufgetretenen Fehler im Betriebssystem des Masters an.
  • 1 gelbe LED "GLT-Net" signalisiert durch Blinken eine störungsfreie Datenübertragung auf dem Netz-BUS ( Vernetzung von mehreren Master-Modulen.)
  • 1 rote LED "Prog." signalisiert die Übertragung von Programmen vom PC/ Modem zum Master und umgekehrt über die Programmierschnittstelle.
  • 1 gelbe LED "Bus" signalisiert durch Blinken eine störungsfreie Datenübertragung auf dem Subnet.


Sonderfunktion DIP-Schalter

Die Schalter S1 und S2 sind hinter der transparenten Schutzklappe des Masters angeordnet (siehe "Ansicht"). Zur Konfiguration muss die Schutzklappe nach oben aufgeklappt werden.

 

S1 (oben) Option

Stellung RS-232:

Die Programmierschnittstelle ist eine RS-232-Schnittstelle.

Stellung RS-485 (optional):

Die Programmierschnittstelle ist eine RS-485-Schnittstelle. Der Schalter S2 besitzt in dieser Stellung keine Funktion. Die Schnittstelle wird in dieser Stellung immer an den Anschlussklemmen A2 und B2 herausgeführt.

 

S2 (unten)

Dieser Schalter ist nur wirksam, wenn der Schalter S1 auf der Stellung RS-232 steht.

Stellung SUBD:

Die RS-232 Schnittstelle zur Programmierung und Visualisierung ist an der SUB-D-Buchse herausgeführt.

Stellung Klemmen:

Die RS-232-Schnittstelle zur Programmierung und Visualisierung ist an den Anschlussklemmen GND, RXD und TXD herausgeführt.

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Anschlüsse

  • 2 Anschlüsse für das Subnet (BUS A und B, RS-485)
  • 2 Anschlüsse für die Betriebsspannung (Ub, 0V)
  • 1 Anschluss für die 2. serielle Schnittstelle (z.B. für Fernwartung)
  • 1 Anschluss für die 3. serielle Schnittstelle (optional für Vernetzung mehrerer Master-Module, nur bei Art.-Nr. 80011150 möglich)
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Bauform

  • Kunststoffgehäuse lichtgrau, schnappbar auf 35mm DIN-Schiene 9 TE
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Technische Daten

Typ MA-BR MA-3S-BR SERVER-BR
Artikelnummer 80011050 80011150 80012050
Anwendung Kleine bis mittlere Systeme (bis zu 127 BUS-Teilnehmer) Große Anlagen, bei denen die Master-Module vernetzt werden. (Mehr als 127 BUS-Teilnehmer) Wird zur Vernetzung der Master-Module Art.Nr.: 80011150 benötigt
Die Master-Module mit 3. serieller Schnittstelle können per Software als Server konfiguriert werden.
Betriebsspannung 12V bis 35V DC bzw. 12V bis 27V AC
Stromaufnahme 12V DC 130mA, 24V DC  70mA, 35V DC  60mA
12V AC 140mA, 24V AC  75mA, 27V AC  70mA
Schnittstelle 1 RS-485 für den ISYGLT-Subnet-BUS zur Kommunikation mit Modulen
Schnittstelle 2 RS-232 oder (RS-485 Option) Schnittstelle zum Anschluss PC / Modem
Schnittstelle 3 RS-485 potentialfrei für den ISYGLT-Backbone-BUS zur Vernetzung von mehreren Master-Modulen
Programmspeicher 64 KByte (EPROM)

Programmspeicher für Anwenderprogramm:
24 KByte (EEPROM) programmierbar

Datenspeicher 1:
32 KByte (RAM) EEPROM- gepuffert, nicht flüchtig

Datenspeicher 2:
4 KByte (EEPROM) für Schaltzeiten, nicht flüchtig

Datenspeicher 3 (Szenenspeicher):
8KByte optional auf 32 KByte (EEPROM) erweiterbar, für Lichtszenen, nicht flüchtig

Anschluss Schraubklemmen 2,5mm² steckbar
Betriebstemperatur -10°C...+50°C
Lagertemperatur -25°C...+70°C
Abmessungen BxHxT 160x90x74mm (9 TE)
Gewicht 300 g
Luftfeuchte 0...85 % r.F. nicht kondensierend
Schutzart IP 30
CE-Zeichen ja
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Anschlussbelegung

Klemmen links
=Ub Betriebsspannung
=Ub Betriebsspannung
0V 0V Betriebsspannung
0V 0V Betriebsspannung
Sh.1 bleibt frei
A 1 BUS A (Subnet RS-485)
A 1 BUS A (Subnet RS-485)
B 1 BUS B (Subnet RS-485)
B 1 BUS B (Subnet RS-485)
Klemmen rechts
GND Programmierschnittstelle (RS-232) Masse
RxD Programmierschnittstelle (RS-232) RxD Empfangsleitung
TxD Programmierschnittstelle (RS-232) TxD Sendeleitung
DTR Programmierschnittstelle (RS-232) DTR Steuerleitung
B 2 Programmierschnittstelle B (RS-485 Option)
A 2 Programmierschnittstelle A (RS-485 Option)
Sh.3 bleibt frei
B 3 BUS B (Backbone RS-485)
A 3 BUS A (Backbone RS-485)

Anschlussplan

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