Allgemeines

1.) Anwendungsbereich
Der Niederschlagswächter dient als Signalgeber zur Ermittlung von Niederschlagsbeginn und -ende, sowie der Dauer von Niederschlagsperioden wie sie z. B. im meteorologischen Dienst benötigt werden. Ebenso kann der Niederschlagswächter als Zustandsmelder oder Signalgeber zur Steuerung für nachgeschaltete Sicherheitseinrichtungen gegen Niederschlag wie Dachfenster, Lüftungsklappen usw. eingesetzt werden.

2.) Arbeitsweise
Niederschläge in Form von Sprühregen, Regen, Schnee oder Hagel werden von einem Lichtschrankensystem erfasst und lösen ein Schaltsignal aus. Mit einem eingebauten Ereignisfilter soll das Auslösen des Schaltsignals bei Einzelereignissen, wie z. B. Blätter, Vogelkot, Insekten etc. möglichst unterdrückt werden. Dazu müssen innerhalb von 50 Sekunden mindestens "n" Tropfenereignisse stattfinden. Die Anzahl "n" der Tropfenereignisse (1...15) kann durch DIP-Schalter auf der Leiterplatte eingestellt werden. Nach dem Niederschlagsende wird das Schaltsignal nach einer einstellbaren Ausschaltverzögerung zurückgesetzt. Durch das direkte Auswerten der Ereignisse kann Anfang und Ende der Niederschlagsperiode präzise erkannt werden. Für extreme Witterungsbedingungen besitzt der Niederschlagswächter eine Heizung, die den Schnee- und Eisansatz an der Gehäuseoberfläche verhindert. Dazu ist das Gerät mit PTC-Heizelementen ausgerüstet, welche die Oberfläche auf eine Temperatur von >0°C hält.

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Ausschaltverzögerung

Werkseitig erfolgt eine Einstellung von 12 Tropfenereignissen in 50 Sekunden mit einer Abschaltverzögerung von 25 Sekunden. Wenn diese Einstellung verändert werden soll, wird mit dem DIP1-Schalter die Abschaltverzögerung und mit dem DIP2-Schalter die Anzahl der Tropfenereignisse gemäß der Tabelle eingestellt.


Ausführungen


  S1 S2 S3 S4
...n 1x 2x 4x 8x
DIP1        
DIP2        
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Betrieb

Betriebsvorbereitung

Die Halterung des Geräts ist für die Montage an einem Mastrohr ausgelegt. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass der Niederschlag die Sensoröffnung ungestört erreicht und das Gerät im späteren Betrieb keinen starken Erschütterungen oder Vibrationen ausgesetzt ist.

Zum elektrischen Anschluss wird der Deckel, mit seinen 5 Schrauben an der Unterseite, abgeschraubt. Die Anschlussklemmen und die DIP-Schalter zur Einstellung der Ereignisanzahl und Abfallzeiten sind dann frei zugänglich. Der elektrische Anschluss erfolgt gemäß dem Anschlussschaltbild. Die Kabel werden von unten durch die, im Gehäuseboden befindlichen PG-Verschraubungen geführt und mit den Anschlussklemmen verbunden. Nach den Montagearbeiten ist der Deckel wieder gleichmäßig fest mit dem Gehäuse zu verschrauben.

Achtung:
Die elektrischen Arbeiten sind vom Fachpersonal auszuführen. Die freiliegende Elektronik darf nicht beschädigt werden.

Der Relaisausgang ist so geschaltet, dass beim Ausfall der Versorgungsspannung „Niederschlag“ gemeldet wird.

Betrieb ohne Heizung
Da eine direkte Erfassung des Niederschlags erfolgt, kann das Gerät im Prinzip auch ohne Heizung betrieben werden. Dazu ist dies einfach abzustecken. Achtung: Restrisiko bei extremen Witterungsbedingungen durch Eisansatz und Schneehaubenbildung.

Inbetriebnahme
Nachdem der elektrische Anschluss hergestellt und das Gerät verschraubt wurde, kann die Betriebsspannung eingeschaltet werden. Die Stellung des Relais ist nach dem Einschalten der Betriebsspannung angezogen und zeigt „keinen Niederschlag“

Wartung
Durch Verunreinigung der Atmosphäre kann sich an den Sensorfenstern eine Schmutzschicht bilden, die sich jedoch in der Regel durch den Niederschlag selbst reinigt. Entsprechend dem örtlichen Verschmutzungsgrad, bzw. der Umweltbelastungen, sollten in entsprechenden Zeitabständen die Sensorfenster geprüft und ggf. gereinigt werden.

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Technische Daten

Typ Niederschlagswächter
Artikel-Nr. 80086020
Betriebsspannung +24V AC/DC +/-15% (mit Heizung)
Betriebsstrom ca. 300mA (ohne Heizung) bei ca. 20°C Umgebungstemperatur
Heizstrom max.1,0 A
Messwert Niederschlagsstatus (Regen, Schnee, Hagel, etc.)
Ausgang Niederschlag = Relais OFF (auch bei UB = 0); kein Niederschlag = Relais ON
Sensorbereich 25 cm²
Einschaltbedingung 1 bis 15 Ereignisse innerhalb 50 sek.
Ausschaltbedingung 25...375 s; Siehe „Einstellung der Ereignisse und der Ausschaltverzögerung“
Einschaltverzögerung     keine
Ausschaltverzögerung einstellbar
Max. Kontaktbelastung max. 230 V AC; 4 A
Umgebungstemperatur -30 ... +60°C
Abmessungen HxBxT 68,5x125x135mm
Montage An Mast 34...50mm Durchmesser
Gewicht 0,4 kg
Lagertemperatur -25 ...+70°C
Luftfeuchte 0 ...85 % r.F. nicht kondensierend
Schutzart IP 65 nach DIN 40050
CE-Zeichen ja
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Anschlussbelegung

Anschluss Bezeichnung
+ Betriebsspannung 24V DC/AC +/-15%
- Betriebsspannung 0V
R Kontakt "Niederschlag"
W Kontakt-Wurzel
A Kontakt "kein Niederschlag"


Anschlussplan

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