Allgemeines

Der Windrichtungsgeber dient zur Erfassung der horizontalen Windrichtung und zur Umsetzung in elektrische Signale. Die Messwerte werden zur Verarbeitung im ISYGLT-System als elektrische digitale Signale abgegeben.
Für den Winterbetrieb sind Geräte mit einer elektronisch geregelten Heizung versehen, um das Einfrieren der Kugellager und der äußeren Rotationsteile zu verhindern. Die elektrische Versorgung der Windgeberheizung erfolgt z. B. mit unserem Netzgerät.
Bei Verwendung von Befestigungsadaptern (Winde, Traverse, etc.) ist eine mögliche Beeinflussung durch Turbulenzen zu beachten.

Aufbau und Arbeitsweise
Die Windrichtung wird mit einer trägheitsarmen Windfahne aus Kunststoff erfasst, dessen kugelgelagerte Achse mit einer Codescheibe verbunden ist. Diese Codescheibe beinhaltet einen Gray-Code der optoelektronisch abgetastet wird. Je nach Ausführung stehen unterschiedliche Auflösungen der Windrichtungen zur Verfügung (siehe techn. Daten). Die aus der Auflösung resultierenden Sektoren beginnen bei der Windrichtung N = 0° mit dem Sektor-0 bis Sektor-n. Die äußeren Teile des Gerätes sind aus korrosionsbeständigen Werkstoffen (Kunststoff) gefertigt und die Aluminiumteile zusätzlich mit einer Eloxalschicht geschützt bzw. lackiert. Labyrinthdichtungen schützen die empfindlichen Teile im Inneren des Gerätes von Feuchtigkeit.

Windrichtungsgebermontage
Die Montage kann z. B. auf einem zentralen Mastrohr mit einem Aufnahmegewinde PG 21 oder auf Auslegern mit einer Bohrung von Ø 29 mm erfolgen.
Bei Verwendung von Befestigungsadaptern (Winkel, Traverse, ect.) ist eine mögliche Beeinflussung durch Turbulenzen zu beachten.
Die flexible Steuerleitung LiYCY wird dabei durch die Bohrung geführt und der Windrichtungsgeber nach der Nordausrichtung mit der Sechskantmutter (SW 36) fixiert. Der elektrische Anschluss wird nach dem Anschlussschaltbild durchgeführt.
Achtung: Lagerung, Montage und Betrieb unter Witterungsbedingungen ist nur in senkrechter Position zulässig, andernfalls kann Wasser in das Gerät eindringen.

Nordausrichtung
Die Gehäusemarkierung am Schaft und an der Schutzkappe werden deckungsgleich übereinander gedreht. Dann wird ein markanter Punkt der Landschaft (Baum, Gebäude o. ä.) in Nordrichtung mit Hilfe eines Kompasses ermittelt. Über Leitblech und Stange der Windfahne wird dieser Punkt angepeilt und bei Übereinstimmung der Geber verschraubt.

Wartung
Bei sachgemäßer Montage arbeitet das Gerät wartungsfrei. Starke Umweltverschmutzung kann beim Windrichtungsgeber zum Verstopfen des Schlitzes zwischen den rotierenden und feststehenden Teilen führen. Dieser Schlitz muss stets sauber gehalten werden.

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Technische Daten

Typ Windrichtungsgeber - compact
Artikel-Nr. 80086015
Betriebsspannung 18 - 27 V DC
Stromaufnahme 20 mA
Messbereich 0 ... 360°
Fehlertoleranz ± 0,5°
Messprinzip opto-elektronisch
Heizung 24 V AC/DC max. 20 W
Ausgabecode 4 bit Graycode
Auflösung 22,5°
Elektr. Ausgangssignal open Collector (source)
Elektr. belastbar (max.) 50 mA
Zuleitung LiYCY 8 x 0,25 mm², 5 m lang
Abmessungen HxD 212x330mm
Gewicht 0,60 kg
Montage z. B. Mastrohr mit Aufnahmegewinde Pg 21 oder Bohrung Ø 29 mm
bzw. mittels Traverse und Edelstahlschelle mit 2 Spannbändern für Mast 48-102mm Durchmesser
Umgebungstemperatur -30°C ... +70°C
Lagertemperatur -25°C ...+70°C
Luftfeuchte 0 ...85 % r.F. nicht kondensierend
CE-Zeichen ja
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Anschlussbelegung

Nummer Adernfarbe Bezeichnung
1 weiß GND
2 braun BIT 3
3 grün BIT 2
4 gelb BIT 1
5 grau BIT 0
6 rosa Betriebsspannung +18...27V DC
7 blau Heizung Versorgungsspannung 24V AC/DC
8 rot Heizung Versorgungsspannung 0V
  Schirm PE


Anschlussplan

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Ansicht

 

Beispiel Wettersensorik bestehend aus:
Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Regen, und ZTLS Himmelslicht 60° aus 4 Richtungen

 

Montagebeispiel: "Traverse 0,8m"

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