Allgemeines

Das Modul dient zur Ansteuerung und Positionierung von Lamellen-Jalousien mit 230V-Wechselstrommotoren und kann in 3 Betriebsarten arbeiten.
1. Eine Jalousie mit zwei Motoren, unten als Blendschutz und oben zur Lichtlenkung (Softwareversion "LL2")
2. Zwei Jalousien mit je einem Motor als Blendschutz bzw. Verschattung (Softwareversion "VS2")
3. Zwei Vertikal-Jalousien mit je einem Motor als Blendschutz bzw. Verschattung (Softwareversion "VJ2")

Das Modul besitzt 4 Relaisausgänge (0,05 - 2A) zum direkten Anschluss der 2 Jalousiemotoren. Die kalibrierte Laufzeit der Motoren ermittelt das Modul automatisch bei jedem Lauf. Die Lamellenverstellung erfolgt prozessorgesteuert mit einer Rechnergenauigkeit von 256 Schritten für die Einstellung von 0-180°.
Die Programmierung und Konfigurierung des Jalousie-Moduls erfolgt shr komfortabel mit unserer Programmiersoftware ProgrammDesigner (ab ProgrammDesigner-Version 4.10, Masterversion V4.76; Compiler V4.75). Die spezifischen Parameter der einzelnen Jalousien werden über das Master-Modul zum Jalousie-Modul übertragen. Über Leuchtdioden erfolgt die aktuelle Signalisierung der Relais-Zustände zur Steuerung beider Jalousiemotoren.

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Ein-/ Ausgänge

  • 4 Relaisausgänge, 230V/2A
  • 4 Eingänge (ohne Funktion)
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Funktionsanzeigen

  • 1 rote LED "Power" signalisiert die Betriebsspannung
  • 1 gelbe LED signalisiert durch Blinken die Kommunikation mit dem Master über das Subnet
  • 4 grüne LEDs signalisieren die Zustände der Relais zur Steuerung der Jalousie-Motoren
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Bauform

  • Kunststoffgehäuse lichtgrau, schnappbar auf 35mm DIN-Schiene 4 TE
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Betriebsarten

Das Jalousie-Modul JSM-02C-230V-2A arbeitet in 4 Betriebsarten (Mode 1-4), welche durch die Ausgänge Ax.7 und Ax.8 vom Master-Modul eingestellt werden.


Betriebsart Funktion Zustand
Ax.7
Zustand
Ax.8
Mode 1 Handbetrieb 0 0
Mode 2 Automatikbetrieb 1 0
Mode 3 Sollwertbetrieb 0 1
Mode 4 I/O-Betrieb 1 1
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Betriebsart 1 (Mode 1) Handbetrieb

Diese Betriebsart dient zum manuellen Fahren der Jalousie. Folgende Funktionen sind möglich:

  • Direkte Ansteuerung der Ausgangskontakte durch eine programmtechnische Verknüpfung im Master.
    Beispiel: KOPIE> Ax.1 = Ex.1 (Ax.1 steht für den Ausgangskontakt des Jalousie-Moduls, Ex.1 steht für eine Taste z.B. vor Ort)
    Kurzer Tastendruck bewirkt einen Winkelschritt (Winkel ist parametrierbar).
    Langer Tastendruck bewirkt nach 1 Sekunde den Dauerlauf bis zur Endabschaltung oder manuellen Stopp.
    Tastendruck während des Fahrens bewirkt das sofortige Stoppen.
  • Bei der Richtungsumkehr der Jalousie ist die Pausenzeit zwischen dem Richtungswechsel durch einen Zeitparameter (Parameter 10) einstellbar. Dadurch kann die, durch den jeweiligen Jalousiehersteller vorgeschriebene, Mindestpausenzeit beim Richtungswechsel eingehalten werden.
  • Die Ausgänge Zentral-Auf und -Ab (Ax.5, Ax.6) haben absolute Priorität (Alarm, Feuerwehr, Fluchtwege...). Diese Funktion wirkt auf beide Jalousiemotoren. Wenn z.B. „Zentral- Auf" betätigt und gehalten wird, setzt dies jegliche Fahrfunktionen außer Kraft, und die Jalousie fährt nach oben. Durch einen Impuls wird der Befehl ausgelöst. Mit Dauerkontakt können zusätzlich die manuellen Fahrfunktionen verriegelt werden.
  • Der Blockierschutz (einstellbar über die Parameter 11 und 16) dient zum Schutz der Jalousiemotoren. Wenn der Antrieb in der eingestellten Zeit nicht seine Endabschaltung erreicht, wird der Kontakt vom Modul abgeschaltet. Dies wird über den Meldeeingang Ex.7 signalisiert und kann im Master weiter verarbeitet werden. Eine erneute Fahr-Freigabe ist nur durch gleichzeitiges Drücken der Auf/Ab-Taste, einem Mode-Wechsel, dem Ansprechen des Wind/Regenwächters oder der Zentralfunktion möglich.
  • Der Regenschutz wird über ein Bit innerhalb der Wetterdaten vom Master aktiviert (siehe Beschreibung ProgrammDesigner). Wenn das Regenbit vom Master-Modul gesetzt wird, fahren die Jalousien sofort nach oben (Auswertung ist mit Parameter 33 einstellbar).
  • In diesem Mode ist der Windschutz immer aktiv. Das Jalousie-Modul erhält vom Master die aktuelle Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Soll der Windschutz nicht ausgewertet werden, z.B. bei Innenjalousien, kann für beide Windwerte 50m/s eingegeben werden.
    Als Einstellparameter (siehe Parameter 21-32) sind die Ansprechverzögerungszeit und 2 Geschwindigkeiten vorgesehen (Speed 1 und Speed 2). Die beiden Geschwindigkeiten werden den Auswerterichtungen (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW) zugewiesen. So können die Jalousien fassadenweise, in Abhängigkeit der Windrichtung, geschützt werden, ohne dass gleich alle Jalousien nach oben fahren.
    Bei einer Windstärke über den eingestellten Schwellwerten und Verzögerungszeiten fahren die Jalousien automatisch nach oben und bleiben bis zur Unterschreitung der eingestellten Windstärke verriegelt. Bei Aktivierung des Windschutzes wird der Blockierschutz automatisch zurückgesetzt. Ist die gemessene Windstärke doppelt so hoch wie der eingestellte Schwellwert, wird der Windschutz ohne Zeitverzögerung aktiviert.
    Die Verriegelung durch den Windschutz wird an das GLT-System rückgemeldet (Ex.6).
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Betriebsart 2 (Mode 2) Automatikbetrieb

In dieser Betriebsart wird die Jalousie vollautomatisch gefahren und die Lamellenwinkel eingestellt. Folgende Funktionen sind möglich:

  • Die Jalousie wird nach unten gefahren, wenn alle Bedingungen gemäß der Tabelle 1 (siehe unten) erfüllt sind, oder wenn alle Bedingungen der Tabelle 2 erfüllt sind. Die Tabelle 2 hat eine höhere Priorität. Sind beide Bedingungen (Tabelle 1 und Tabelle 2) erfüllt, dann wird der Lamellenwinkel immer durch die Bedingung der Tabelle 2 (Zwangsverschattung) berechnet. Die nachfolgend beschriebene Funktion ist für beide Jalousien identisch, die Parameter sind jedoch einzeln einstellbar.
    !! Siehe Tabellen !!
    Ist keine der Bedingungen erfüllt, fährt die Jalousie in die definierte Ausgangsposition "Oben" oder "Unten" mit definiertem Winkel, sowie einer definierbaren Nachtstellung (Parameter 72-77). Siehe "Sonderfunktionen im Automatikbetrieb."
  • Bei der Richtungsumkehr der Jalousie ist die Pausenzeit zwischen dem Richtungswechsel durch einen Zeitparameter (Parameter 10) einstellbar. Dadurch kann die, durch den jeweiligen Jalousiehersteller vorgeschriebene, Mindestpausenzeit beim Richtungswechsel eingehalten werden.
  • Die Ausgänge Zentral-Auf und -Ab (Ax.5, Ax.6) haben absolute Priorität (Alarm, Feuerwehr, Fluchtwege...). Diese Funktion wirkt auf beide Jalousiemotoren. Wenn z.B. „Zentral- Auf" betätigt und gehalten wird, setzt dies jegliche Fahrfunktionen außer Kraft, und die Jalousie fährt nach oben. Die Zentralfunktionen müssen als Dauerkontakt programmiert werden. Die Motoren fahren, so lange der Befehl ansteht und stoppen, wenn dieser aufgehoben wird.
  • Der Blockierschutz (einstellbar über die Parameter 11 und 16) dient zum Schutz des Jalousiemotors. Wenn der Antrieb in der eingestellten Zeit nicht seine Endabschaltung erreicht, wird der Kontakt vom Modul abgeschaltet. Dies wird über den Meldeeingang Ex.7 signalisiert und kann im Master weiter verarbeitet werden. Eine erneute Fahr-Freigabe ist nur durch einen Mode-Wechsel oder dem Ansprechen des Wind/Regenwächters möglich.
  • Der Regenschutz wird über ein Bit innerhalb der Wetterdaten vom Master aktiviert (siehe Beschreibung ProgrammDesigner). Wenn das Regenbit vom Master-Modul gesetzt wird, fährt die Jalousie sofort nach oben (Auswertung ist mit Parameter 33 einstellbar).
  • In diesem Mode ist der Windschutz immer aktiv. Das Jalousie-Modul erhält vom Master die aktuelle Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Soll der Windschutz nicht ausgewertet werden, z.B. bei Innenjalousien, kann für beide Windwerte 50m/s eingegeben werden.
    Als Einstellparameter (siehe Parameter 21-33) sind die Ansprechverzögerungszeit und 2 Geschwindigkeiten vorgesehen (Speed 1 und Speed 2). Die beiden Geschwindigkeiten werden den Auswerterichtungen (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW) zugewiesen. So können die Jalousien fassadenweise, in Abhängigkeit der Windrichtung, geschützt werden, ohne dass gleich alle Jalousien nach oben fahren.
    Bei einer Windstärke über den eingestellten Schwellwerten und Verzögerungszeiten fahren die Jalousien automatisch nach oben, und bleiben bis zur Unterschreitung der eingestellten Windstärke verriegelt. Bei Aktivierung des Windschutzes wird der Blockierschutz automatisch zurückgesetzt. Ist die gemessene Windstärke doppelt so hoch wie der eingestellte Schwellwert, wird der Windschutz ohne Zeitverzögerung aktiviert.
    Die Verriegelung durch den Windschutz wird an das GLT-System rückgemeldet (Ex.6).

Sonnenverlauf-o.gif (75770 Byte)


Bedingungstabelle 1: Alle Bedingungen in der Tabelle verstehen sich als UND-Funktion

Nr. Bedeutung Parameter Parameter Nr.
1 Der Azimut (Himmelsrichtung, aus der die Sonne scheint) muss zwischen linker und rechter Blickwinkelbegrenzung des Fensters liegen. Azimut Begrenzung links
Azimut Begrenzung rechts
1
2
2 Die Elevation (Höhenwinkel der Sonne über dem Horizont) muss zwischen unterer und oberer Blickwinkelbegrenzung des Fensters liegen. Elevation Begrenzung unten
Elevation Begrenzung oben
3
4
3 Der Windschutz darf nicht aktiv sein   Intern
4 Die eingestellte Beschattungslichtstärke muss erreicht sein Die Bildung der Beschattungslichtstärke wird später beschrieben Intern


Bedingungstabelle 2: Alle Bedingungen in der Tabelle verstehen sich als UND-Funktion

Nr. Bedeutung Parameter Parameter Nr.
1 Der Windschutz darf nicht aktiv sein    
2 Eine der beiden Zwangsbeschattungslichtstärken muss erreicht sein.   46, 47

 

Lamellenwinkelberechnung bei Erfüllung der Bedingungen in Tabelle 1

Zur Berechnung gibt es eine Parametertabelle, welche die Lamellenwinkel in Abhängigkeit von der Elevation (Höhenwinkel der Sonne über dem Horizont) enthält (Parameter 50-59).
Die Auflösung dieser Tabelle beträgt 10°, bezogen auf die Elevation. Es kann also für alle Elevationswerte von 0 bis 90°, im Abstand von 10°, ein zugehöriger Lamellenwert gespeichert werden. Steht die Sonne zwischen den in 10° abgestuften Elevationswerten, wird der Lamellenwinkel interpoliert. Somit lassen sich verschiedene Fahrstrategien in Abhängigkeit von der Elevation realisieren. Standardmäßig sind die Tabellenwerte so eingestellt, dass die Lamellen immer 90° zur Sonne stehen, also den größtmöglichen Blendschutz gewährleisten. Soll die Jalousie auch bei Sonnenschein etwas Sonnenlicht durchlassen, haben sich folgende Werte bewährt:


Parameter Elevation Lamellenwinkel
50 0 20
51 10 30
52 20 40
53 30 50
54 40 60
55 50 75
56 60 90
57 70 90
58 80 90
59 90 90


Zur Realisierung von Tageslichtlenksystemen ist der richtige Lamellenwinkel zum jeweiligen Elevationswinkel durch den Hersteller der Jalousie vorzugeben, oder durch Testen (z.B. im Handbetrieb) selbst zu ermitteln.

Lamellenwinkelberechnung bei Erfüllung der Bedingungen in Tabelle 2

Es wird der, der jeweiligen Zwangsbeschattungslichtstärke zugeordnete Lamellenwinkel angefahren (Parameter 48-49 bei Motor für Blendschutz und 60-61 bei Motor für Lichtlenkung). Die Aktivierung der Zwangsverschattung wird an das GLT-System zurückgemeldet.


Berechnen der Beschattungslichtstärke

Es wird der aktuell gemessene Helligkeitswert des Lichtsensors von der eingestellten Auswerterichtung (Par. 41) zur Berechnung verwendet.
Um ein Schwingen zu vermeiden, ist die Verzögerungszeit zum Verschatten und Entschatten getrennt einstellbar. Der gemessene Außenlichtwert wird durch einen Zeitfilter (Par. 34) geglättet.
Der Außenlichtwert kann vom GLT-System zusätzlich verändert werden. Die Freigabe zur Skalierung des Außenlichtwertes erfolgt mit Parameter 35. Diese Möglichkeit ist für Sonderanwendungen anzuwenden. Für Standardanwendungen sollte dieser Parameter auf "nicht verwenden" eingestellt sein.


Parameter Parameter Nr.
Ansprechzeit (Verzögerungszeit) (Sekunden) Verschatten 39
Ansprechzeit (Verzögerungszeit) (Sekunden) Entschatten 40
Auswerterichtung Lichtwert 41


Der Grenzwert der Beschattungslichtstärke ist abhängig von der momentanen Elevation (Parameter 42-45). Ist die Elevation kleiner als 0°, gilt die Beschattungslichtstärke automatisch als nicht erreicht.
Der Lichtschwellwert wird wie folgt aus 4 Grenzwerten der Elevation bestimmt:


Zu verwendede Parameter Parameter Nr.
Elevation 0 bis 9 grd 42
Elevation 10 bis 29 grd 43
Elevation 30 bis 59 grd 44
Elevation 60 bis 90 grd 45
 

Sonderfunktionen im Automatikbetrieb

Parkposition:
Im Automatikbetrieb kann bei Nichterfüllung einer der oben genannten Bedingungen die Jalousie in einen vordefinierten Lamellenwinkel gefahren werden (Par. 72, 73). Die Jalousie kann dadurch z.B. am Tage generell heruntergefahren werden, auch wenn das Außenlicht kleiner als der angegebene Schwellwert ist.

Nachtposition:
Bei einer Unterschreitung des in Par. 76 angegebenen Außenlichtwertes, über den in Par. 77 angegebenen Zeitraum, kann die Jalousie bei Freigabe (Par. 74), einen in Par. 75 definierten Winkel einnehmen.

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Betriebsart 3 (Mode 3) Sollwertbetrieb

In dieser Betriebsart werden die Jalousielamellenwinkel vom Master eingestellt. Dies wird benötigt, wenn z.B. Putzstellungen oder separat programmierbare Regelungen realisiert werden sollen.

  • Die Jalousielamellenwinkel werden vom Master über den Analogsteuerkanal AAx.1 für beide Jalousien direkt vorgegeben. Die Werte 0-180 entsprechen dabei den Winkelpositionen 0-180°. Die Stellung 0° ist geschlossen, ganz unten. Beim Wert 255 fahren die Jalousien nach oben.
    Stellimpulse (Nachfahren der Lamellen) werden an die Jalousie nur dann ausgegeben, wenn die Differenz von Sollwertwinkel zu Istwertwinkel größer als der in Parameter 8 angegeben Winkelwert ist.
  • Bei der Richtungsumkehr der Jalousie ist die Pausenzeit zwischen dem Richtungswechsel durch einen Zeitparameter (Parameter 10) einstellbar. Dadurch kann die, durch den jeweiligen Jalousiehersteller vorgeschriebene Mindestpausenzeit, beim Richtungswechsel eingehalten werden.
  • Die Ausgänge Zentral-Auf und -Ab (Ax.5, Ax.6) haben absolute Priorität (Alarm, Feuerwehr, Fluchtwege...). Diese Funktion wirkt auf beide Jalousiemotoren. Wenn z.B. „Zentral- Auf" betätigt und gehalten wird, setzt dies jegliche Fahrfunktionen außer Kraft, und die Jalousie fährt nach oben. Die Zentralfunktionen müssen als Dauerkontakt programmiert werden. Die Motoren fahren, solange der Befehl ansteht, und stoppen, wenn dieser aufgehoben wird.
  • Der Blockierschutz (einstellbar über die Parameter 11 und 16) dient zum Schutz des Jalousiemotors. Wenn der Antrieb in der eingestellten Zeit nicht seine Endabschaltung erreicht, wird der Kontakt vom Modul abgeschaltet. Dies wird über den Meldeeingang Ex.7 signalisiert und kann im Master weiter verarbeitet werden. Eine erneute Fahr-Freigabe ist nur durch einen Mode-Wechsel oder dem Ansprechen des Wind/Regenwächters möglich.
  • Der Regenschutz wird über ein Bit innerhalb der Wetterdaten vom Master aktiviert (siehe Beschreibung ProgrammDesigner). Wenn das Regenbit vom Master-Modul gesetzt wird, fahren die Jalousien sofort nach oben (Auswertung ist mit Parametern einstellbar).
  • In diesem Mode ist der Windschutz immer aktiv. Das Jalousie-Modul erhält vom Master die aktuelle Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Die Einstellung ist für beide Jalousie-Motoren getrennt möglich. Soll der Windschutz nicht ausgewertet werden, z.B. bei Innenjalousien, kann für beide Windwerte 50m/s eingegeben werden.
    Als Einstellparameter (siehe Parameter 23-44) sind die Ansprechverzögerungszeit und 2 Geschwindigkeiten vorgesehen (Speed 1 und Speed 2). Die beiden Geschwindigkeiten werden den Auswerterichtungen (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW) zugewiesen. So können die Jalousien fassadenweise, in Abhängigkeit der Windrichtung, geschützt werden, ohne dass gleich alle nach oben fahren.
    Bei einer Windstärke über den eingestellten Schwellwerten und Verzögerungszeiten, fahren die Jalousien automatisch nach oben und bleiben bis zur Unterschreitung der eingestellten Windstärke verriegelt. Bei Aktivierung des Windschutzes wird der Blockierschutz automatisch zurückgesetzt. Ist die gemessene Windstärke doppelt so hoch wie der eingestellte Schwellwert, wird der Windschutz ohne Zeitverzögerung aktiviert.
    Die Verriegelung durch den Windschutz wird an das GLT-System rückgemeldet (Ex.6).
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Betriebsart 4 (Mode 4) I/O-Betrieb

In dieser Betriebsart funktioniert das Modul wie ein normales Schalt-Modul.


  • Die Ausgänge werden direkt vom Master angesprochen. Auch in diesem Mode können beide Ausgänge (Auf und AB) nicht gleichzeitig aktiv sein, da die Relaisausgänge zusätzlich, hardwareseitig gegeneinander, verriegelt sind. Sollten beide Ausgänge gesetzt sein, schaltet das JSM-Modul beide Relaiskontakte ab.
  • Keine Zentral-Funktion
  • Keine Blockierschutzauswertung
  • Keine Regenwächterauswertung
  • Keine Windwächterauswertung
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Inbetriebnahme

Vorbereitung:

  • Zum Kalibrieren der Jalousie braucht man entweder ein Test-Tableau oder Handsender mit den AUF/AB-Tasten für jeden Jalousiemotor.
    Sehr vorteilhaft ist auch die Simulationsmöglichkeit der Helligkeiten Ost, Süd, West und Nord, sowie Elevation, Azimut und Windspeed.
  • Die Jalousiemotoren müssen angeschlossen sein, da die Ströme während des Laufes ermittelt werden. Ohne Motor erkennt das Jalousie-Modul einen Fehler und schaltet die Ausgänge nicht ein.
  • Kompass zur Ausrichtung des zentralen Tageslichtsensors ZTLS-04.
  • Der zentrale Tageslichtsensor, SUN-PRO-01, DCF-77 Funk-Uhr und, wenn vorhanden, Windgeschwindigkeitsgeber, Windrichtungsgeber und Regensensor müssen installiert und konfiguriert sein, um die spezifischen Daten dem Jalousie-Modul über das Subnet zur Verfügung zu stellen.
  • Es muss die genaue Lage des Gebäudes bekannt sein.
  • Grundrisspläne mit der eingezeichneten Lage der Jalousien müssen vorhanden sein.
  • Winkelmesser zum Ermitteln der Richtungen und Sonnenstandswinkel.

Aus dem Grundrissplan wird die Lage der Jalousie genau ermittelt. Folgende Daten sind für jede Jalousie notwendig:

"Azimut Begrenzung links" ab wann die Sonne das Fenster trifft z.B. 40°
"Azimut Begrenzung rechts" bis wann die Sonne das Fenster trifft z.B. 230°
"Elevation Begrenzung unten" niedrigster Sonnenstand Default 0° bzw. ermitteln (Hügel oder vorgebautes Gebäude)
"Elevation Begrenzung oben"  höchster Sonnenstand Default 90° bzw. ermitteln (Vordach)

 

PD-JSM-Motor-setup.jpg (43716 Byte)

  1. Motorsetup >> "Zeit Blockierschutz" auf Maximum (255s) für den ersten Lauf der Jalousie eingeben.
  2. Jalousie nach unten fahren.
  3. Jalousie nach oben fahren und die gesamte Laufzeit der Jalousie ermitteln.
  4. Zur gemessenen Laufzeit eine Sicherheitszeit von 10s addieren, in das Setupmenü bei "Zeit Blockierschutz" eintragen und an das Modul übertragen (Taste mit D-SUB-Stecker-Symbol unten links).
  5. "Impulswinkel bei Handbetrieb" auf 90° einstellen und übertragen.
  6. Mit dem Test-Tableau nun schrittweise fahren (tippen).
    > Erster Step, Jalousie sollte waagrecht stehen.
    > Zweiter Step, Jalousie sollte komplett nach innen gekippt sein.
  7. Werte im Motorsetup bei "Zeit- Lamelle 0-90°" eintragen
    (Dieser Wert muss durch Herantasten ermittelt werden).
  8. Werte so lange anpassen, bis nach dem 2. Step die Jalousie noch nicht abhebt, aber auch nicht noch weiter zukippt.
  9. "Impulswinkel bei Handbetrieb" auf 10° einstellen und übertragen.
  10. Nun muss durch 9x Drücken (9x10° = 90°) die Waagrechte erreicht sein und durch weiter 9x Drücken (18x10° = 180°) die Jalousie komplett nach innen gekippt sein.
  11. Wenn die Jalousie nach 18x Drücken noch nicht ganz geschlossen ist, muss im Parameter "Anlaufzeit" ein Wert eingegeben werden (z.B. 3ms).
  12. Wenn die Jalousie schon zu früh ganz geschlossen ist, muss im Parameter "Nachlaufzeit" ein Wert eingegeben werden (z.B. 2ms).
    Hinweis: Es darf nur Anlauf- oder Nachlaufzeit eingestellt werden!
  13. Diese Werte müssen ebenfalls durch mehrmalige Versuche ermittelt werden.
  14. Der zweite Motor wird, wie vorangegangen beschrieben, eingestellt.
  15. Zum Abschluss des Motorsetups wird der Impulswinkel bei Handbetrieb auf 15° eingestellt und übertragen.
  16. Windschutzparameter sind beim Jalousiehersteller zu erfragen (für Innenjalousien diesen Wert auf 50m/s setzen).

Bei den restlichen Parametern empfehlen wir mit den Defaultwerten zu arbeiten und diese gegebenenfalls zu korrigieren.

 

Fehlerbehebung

Bei Problemen mit den Jalousien:
Alle Parameter stimmen, aber die Jalousie will nicht den Winkel einstellen, oder bleibt vorher stehen ....

!!! Laufzeit kontrollieren !!!
Der Motor könnte in den Blockierschutz gefahren sein. Dies lässt sich nur durch einen Modewechsel (z.B. von Automatik auf Hand oder umgekehrt schalten) oder gleichzeitigen Tastendruck von "AUF/AB" wieder aufheben. Vom Jalousie-Modul wird zur Signalisierung des Blockierschutzes das 7. Eingangsbit (Ex.7) gesetzt!

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Technische Daten

Typ: JSM-02C-230V-2A
Artikel-Nummer 80022512
Betriebsspannung 16-35V DC, 16-27V AC
Stromaufnahme max. 60mA bei 24V; 80mA bei 16V
Ausgänge 4 Relaisausgänge 250V min. 50mA max. 2A
Ausgangsspannung 250V AC je Ausgang
Ausgangsstrom min. 50mA (wegen Endlagenerkennung) max. 2A
Isolationsspannung Ausgänge - BUS 1000V
Subnet (RS-485) Max. 5,6V Begrenzung durch Z-Dioden
Abmessungen BxHxT 71x90x59mm REG (4TE)
Gewicht 190g
Anschluss

Schraubklemmen 2,5mm², steckbar, BUS- Connector

Betriebstemperatur 0...+50°C
Lagertemperatur -25...+70°C
Luftfeuchte 0 ...85 % r.F. nicht kondensierend
Schutzart

im nichteingebauten Zustand IP30

CE-Zeichen ja
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Anschlussbelegung

Ub Betriebsspannung
0V Betriebsspannung
A Subnet (BUS A, RS-485)
B Subnet (BUS B, RS-485)
E1 Nicht belegt
E2 Nicht belegt
E3 Nicht belegt
E4 Nicht belegt
CE Nicht belegt
L Gemeinsamer Anschluss für Relaisausgänge (intern mit Feinsicherung 6,3A abgesichert)
A1 Jalousiemotor Blendschutz  AUF
A2 Jalousiemotor Blendschutz  AB
A3 Jalousiemotor Lichtlenkung  AUF
A4 Jalousiemotor Lichtlenkung  AB
EJ1 Nicht belegt
EJ2 Nicht belegt
CEJ Nicht belegt
PCOM ISYGLT-Subnet und Betriebsspannung
PCOM ISYGLT-Subnet und Betriebsspannung

Anschlussplan

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Ansicht

IO-08B-230V-10A.jpg (21107 Byte)