Allgemeines
Der Wetter-Kombisensor dient zur
Messung der meteorologischen Parameter: Niederschlag (ja/nein),
horizontale Windgeschwindigkeit und Helligkeit in Ost-, Süd- und Westrichtung. Diese
werden als elektrische analoge Strom-/
oder Spannungssignale ausgegeben und zur weiteren
Verarbeitung über die ISYGLT Wettersensor-Anschlussbox oder dem WSM-01E Modul in das ISYGLT System eingelesen.
Die Messwerte dienen z.B. zur Steuerung nachgeschalteter
Sicherheitseinrichtungen für Markisen, außen liegenden Jalousien usw..
Die Elektronik des Sensors wird als Schutz gegen Betauung beheizt, es ist jedoch
keine Heizung für das Flügelrad vorhanden. Deshalb sollte der Sensor nur für
Anlagen, bei denen Eis und Eisregen keine Gefahr darstellt, verwendet werden! Für
diese Anwendungen empfehlen wir unseren
Windgeber-Compact.
Bei Verwendung von Befestigungsadaptern (Winkel, Traverse, etc.) ist eine mögliche
Beeinflussung durch Turbulenzen zu beachten.
Wahl des Aufstellortes
Im Allgemeinen sollen Windmessgeräte die Windverhältnisse eines weiten Umkreises
erfassen. Um bei der Bestimmung des Bodenwindes vergleichbare Werte zu erhalten, sollte in
10 Meter Höhe über ebenem ungestörtem Gelände gemessen werden. Ungestörtes Gelände
heißt, die Entfernung zwischen Windmesser und Hindernis sollte mindestens das Zehnfache
der Höhe des Hindernisses betragen (s. VDI 3786). Kann dieser Vorschrift nicht
entsprochen werden, sollte der Wetter-Kombisensor in einer solchen Höhe aufgestellt werden, in
welcher die Messwerte durch die örtlichen Hindernisse möglichst unbeeinflusst bleiben
(ca. 6 - 10m über dem Störungsniveau). Auf Flachdächern sollte der
Wetter-Kombisensor in der
Dachmitte statt am Dachrand aufgestellt werden, damit etwaige Vorzugsrichtungen vermieden
werden.
Damit die Helligkeitssensoren den Stand des Sonnenverlaufs eindeutig erfassen,
ist der Wetter-Kombisensor mit einem Kompass so auszurichten, dass das
Niederschlagsfenster nach Norden zeigt. Damit ist die Zuordnung der
Helligkeitssensoren entsprechend der Himmelsrichtung gewährleistet.

Montage
Der Wetter-Kombisensor ist für die Montage an einem Mastrohr (Ø 35-50mm) ausgelegt. Durch diese Montageart ist eine Ausrichtung des Sensors, wie vorstehend beschrieben, problemlos möglich. Der Sensor sollte auf keiner Seite von Hindernissen bzw. Abschattungen beeinflusst werden. Der elektrische Anschluss wird entsprechend dem Anschlussschaltbild durchgeführt.
Achtung!
Montage und Betrieb unter Witterungsbedingungen ist nur in senkrechter Position zulässig.
Wartung
Bei sachgemäßer Montage arbeitet das Gerät wartungsfrei. Starke Umweltverschmutzung kann beim Windgeschwindigkeitsgeber zum Verstopfen des Spalts zwischen den rotierenden und feststehenden Teilen führen. Dieser Spalt muss stets sauber gehalten werden, so dass sich der Schalenstern leichtgängig dreht. Dieses kann bei geringen Windgeschwindigkeiten augenscheinlich überprüft werden. Läuft der Schalenstern erst bei größeren Windgeschwindigkeiten oder gar nicht an, wird eine überprüfung durch den Hersteller empfohlen.
Des Weiteren sollte der Gehäusebereich, unter dem die Helligkeits- und Niederschlagsensoren sitzen, möglichst frei von Staubablagerungen sein, um die Messwerte nicht zu verfälschen. Regen sorgt für eine weitgehend selbständige Reinigung der Gehäuseflächen.
Betauungsschutz Das Gerät verfügt über einen internen n Betauungsschutz. Er dient dazu, das Gehäuseinnere vor Betauung zu schützen. Er ist nicht in der Lage das Gehäuse vor Vereisung zu schützen. nach oben
Technische Daten
| Typ | WG-NW-KOMBI |
| Artikel-Nr. | 80086030 |
| Betriebsspannung | 24V DC +/- 25% oder 24V AC +/- 15% |
| Stromaufnahme | 150mA ohne Betauungsschutz / ca. 600mA mit Betauungsschutz |
| Windgeschwindigkeit | |
| Messbereich | 1...40m/s |
| Messgenauigkeit | 0,5m/s |
| Elektrischer Ausgang | 0...10V (=0...40m/s) |
| Bürde | ³ 10kW |
| Niederschlagsdetektion | |
| Messbereich | Niederschlag ja/nein |
| Empfindlichkeit | feiner Nieselregen |
| Elektrischer Ausgang | 0V = Niederschlag; 10V = kein Niederschlag |
| Einschaltverzögerung | ca. 3 Niederschlagsteilchen |
| Ausschaltverzögerung | ca. 2min |
| Bürde | ³ 100kW |
| Helligkeitsdetektion | |
| Messbereich | 0...100kLux |
| Spektralbereich | 700...1.050nm |
| Genauigkeit | +/- 10% vom Messwert |
| Elektrischer Ausgang | 3x 0...10V (= 0...100kLux), Ost-, Süd- und Westrichtung |
| Abmessungen | (HxD) 335x130mm |
| Gewicht | 1500g |
| Umgebungstemperatur | -40°C ... +60°C |
| Lagertemperatur | -40 ...+70°C |
| Luftfeuchte | 0 ...100 % r.F. nicht kondensierend |
| Kabel | 10m lang, LiYCY 16 x 0,14 mm², UV-beständig, maximal 100m bei Versorgung mit nom. 24V |
| Montage | Niro-Haltebügel an Mast |
| CE-Zeichen | ja |
Anschlussbelegung
| Nummer | Aderfarbe | Bezeichnung |
1 |
weiß | Versorgungsspannung + bei 24V DC oder 24V AC |
| 2 | braun | Versorgungsspannung - bei 24V DC oder 24V AC |
| 3 | grün | Niederschlagsdetektor (+) |
| 4 | gelb | gemeinsam Analog GND |
| 5 | grau | Helligkeitssensor; West (+) |
| 6 | orange | Helligkeitssensor; Süd (+) |
| 7 | blau | Helligkeitssensor; Ost (+) |
| 8 | rot | Windgeschwindigkeit (+) |
| 9 | schwarz | Reserve |
| 10 | violett | Reserve |
| 11 | weiß/braun | Reserve (Dämmerwert) |
| 12 | schwarz/braun | Gemeinsam Analog GND |
| 13 | weiß/gelb | Reserve (TXD-) |
| 14 | weiß/orange | Reserve (TXD+) |
| 15 | weiß/rot | Reserve (RXD-) |
| 16 | weiß/schwarz | Reserve (RXD+) |
| grün/gelb | Erdung |
nach oben
Ansicht
