Allgemeines
Der Windgeber dient zur Erfassung der horizontalen Windgeschwindigkeit. Die Messwerte werden als elektrische analoge Strom-/ oder Spannungssignale abgegeben. Sie dienen zur Steuerung nachgeschalteter Sicherheitseinrichtungen für Markisen, außen liegenden Jalousien usw.
Für den Winterbetrieb sind alle Geräte mit einer elektronisch geregelten Heizung versehen, um das Einfrieren der Kugellager und der äußeren Rotationsteile zu verhindern. Die elektrische Versorgung der Windgeberheizung erfolgt z. B. mit unserem Netzgerät.
Bei Verwendung von Befestigungsadaptern (Winkel, Traverse, etc.) ist eine mögliche Beeinflussung durch Turbulenzen zu beachten.
Wahl des Aufstellortes
Im Allgemeinen sollen Windmessgeräte die Windverhältnisse eines weiten Umkreises erfassen. Um bei der Bestimmung des Bodenwindes vergleichbare Werte zu erhalten, sollte in 10 Meter Höhe über ebenem ungestörtem Gelände gemessen werden. Ungestörtes Gelände heißt, die Entfernung zwischen Windmesser und Hindernis sollte mindestens das Zehnfache der Höhe des Hindernisses betragen (s. VDI 3786). Kann dieser Vorschrift nicht entsprochen werden, sollte der Windmesser in einer solchen Höhe aufgestellt werden, in welcher die Messwerte durch die örtlichen Hindernissen möglichst unbeeinflusst bleiben (ca. 6 - 10m über dem Störungsniveau). Auf Flachdächern sollte der Windmesser in der Dachmitte statt am Dachrand aufgestellt werden, damit etwaige Vorzugsrichtungen vermieden werden.
Windgebermontage
Die Montage kann z. B. auf einem zentralen Mastrohr mit einem Aufnahmegewinde PG 21 oder auf Auslegern o. ä. mit einer Bohrung von Ø 29 mm erfolgen. Dabei ist auf Hindernisse zu achten, die den Luftstrom verfälschen und den Messwert beeinflussen.
Die flexible Steuerleitung LiYCY wird dabei durch die Bohrung geführt und der Windgeber mit der Sechskantmutter (SW 36) fixiert. Der elektrische Anschluss wird entsprechend dem Anschlussschaltbild durchgeführt.
Achtung: Lagerung, Montage und Betrieb unter Witterungsbedingungen ist nur in senkrechter Position zulässig, andernfalls kann Wasser in das Gerät eindringen.
Wartung
Bei sachgemäßer Montage arbeitet das Gerät wartungsfrei. Starke Umweltverschmutzung kann beim Windrichtungsgeber zum Verstopfen des Schlitzes zwischen den rotierenden und feststehenden Teilen führen. Dieser Schlitz muss stets sauber gehalten werden.
Technische Daten
| Typ | Windgeber - compact |
| Artikel-Nr. | 80086010 |
| Betriebsspannung | 9 - 30V DC oder 24V AC/DC |
| Heizung | 24V AC/DC max. 20W |
| Messbereich | 0,5 ...50 m/s |
| Messgenauigkeit | ± 0,5 m/s oder ± 3 % vom Messwert |
| Messprinzip | opto-elektronisch (Schlitzscheibe) |
| Auflösung | < 0,1 m/s² |
| für 0 - 10 V Ausgang | 13 - 30 V DC |
| Abmessungen | HxD 165x134mm |
| Gewicht | 0,75 kg |
| Montage | z. B. Mastrohr mit
Aufnahmegewinde PG 21 oder Bohrung Ø 29 mm bzw. mittels Traverse und Edelstahlschelle mit 2 Spannbändern für Mast 48-102mm Durchmesser |
| Kabel | 12m lang, LiYCY 6 x 0,25 mm² |
| Umgebungstemperatur | -30°C ... +70°C |
| Lagertemperatur | -25 ...+70°C |
| Luftfeuchte | 0 ...85 % r.F. nicht kondensierend |
| CE-Zeichen | ja |
Anschlussbelegung
| Nummer | Aderfarbe | Bezeichnung |
| 1 | weiß | Betriebsspannung +9...30V DC oder 24V AC |
| 2 | braun | Betriebsspannung 0V |
| 3 | grün | Analogausgang +0-10V |
| 4 | gelb | Analogausgang GND |
| 5 | grau | Heizung Versorgungsspannung 24V AC/DC |
| 6 | rosa | Heizung Versorgungsspannung 0V |
| Schirm | PE |
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Ansicht
Beispiel Wettersensorik bestehend aus:
Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Regen, und ZTLS Himmelslicht 60° aus 4 Richtungen

Montagebeispiel: "Traverse 0,8m"

