Jalousie-Modul JSM-02C-230V-2A

Das Jalousiesteuer-Modul JSM-02C-230V-2A für 2 Jalousiemotoren ist geeignet für die Standard-Jalousiesteuerung bis hin zur professionellen Steuerung mit exakter Positionierung der Lamellen. Somit können Jalousien zur effektiven Tageslichtlenkung und als Blendschutz angesteuert werden.

Kurzer Überblick

  • Jalousiesteuerung
  • 2 Motoren je Modul
  • genaue Positionierung
  • Standard-Motoren
  • nach Sonnenstand
  • Lichtlenkung Tageslicht

Das Modul dient zur Ansteuerung und Positionierung von Lamellen-Jalousien mit 230V-Wechselstrommotoren und kann in 3 Grund-Betriebsarten arbeiten:


1. Eine Jalousie mit zwei Motoren, unten als Blendschutz und oben zur Lichtlenkung (Softwareversion "LL2")
2. Zwei Jalousien mit je einem Motor als Blendschutz bzw. Verschattung (Softwareversion "VS2")
3. Zwei Vertikal-Jalousien mit je einem Motor als Blendschutz bzw. Verschattung (Softwareversion "VJ2")


Das Modul besitzt 4 Relais-Ausgänge (0,05 - 2A) zum direkten Anschluss der 2 Jalousiemotoren. Die kalibrierte Laufzeit der Motoren ermittelt das Modul automatisch bei jedem Lauf. Die Lamellenverstellung erfolgt prozessorgesteuert mit einer Rechnergenauigkeit von 256 Schritten für die Einstellung von 0-180°.
Die Programmierung und Konfigurierung des Jalousie-Moduls erfolgt sehr komfortabel mit unserer Programmiersoftware ProgrammDesigner (ab ProgrammDesigner-Version 4.10, Master-Version V4.76; Compiler V4.75). Die spezifischen Parameter der einzelnen Jalousien werden über das Master-Modul zum Jalousie-Modul übertragen. Über Leuchtdioden erfolgt die aktuelle Signalisierung der Relais-Zustände zur Steuerung beider Jalousiemotoren.

Elektrotechnische Daten

Betriebsspannung 16-35V DC, 16-27V AC
Stromaufnahme max. 60mA bei 24V; 80mA bei 16V
Ausgänge 4 Relais-Ausgänge 250V min. 50mA max. 2A
Ausgangsspannung 250V AC je Ausgang
Ausgangsstrom min. 50mA (wegen Endlagenerkennung) max. 2A
Isolationsspannung Ausgänge - BUS 1000V
Subnet (RS-485) max. 5,6V Begrenzung durch Z-Dioden
Anschluss Schraubklemmen 2,5mm², steckbar, BUS- Connector
Betriebstemperatur 0...+50°C
Lagertemperatur -25...+70°C
Luftfeuchte 0...85 % r.F. nicht kondensierend
Schutzart IP20

Bauform, Abmessungen, Gewicht

Bauform Hutschienen-Modul REG 4 TE
Abmessungen BxHxT 71x90x59mm
Gewicht 190g

Bestelldaten und Konformität

Typenbezeichnung JSM-02C-230V-2A
Artikelnummer 80022512
Fabrikat ISYGLT
Konformität CE

DIP-Schalter

Der DIP-Schalter befindet sich unter dem Deckel und dient zur Einstellung der ISYGLT-BUS-Adresse 0-127.


Funktionsanzeigen (LEDs am Modul)

LEDBezeichnungZustandBedeutung
rotPOWERAuskeine Betriebsspannung
EinBetriebsspannung, kein Fehler
gelbBUSDauer Aus oder EinFehler BUS-Verdrahtung oder BUS-Kommunikation 
Blinkenstörungsfreie Datenübertragung über die BUS-Leitung
schnelles Blinken (4Hz)fehlerhafter Parameterspeicher, bitte Parameter neu übertragen
4x grünA1-A4Ein/Aus Zustände der Relais zur Steuerung der Jalousiemotoren

Software


Parametrierung mit ProgrammDesigner

Betriebsmodes

Das Jalousie-Modul JSM-02C-230V-2A arbeitet in 4 Betriebsmodes (Mode 1-4), welche durch die Ausgänge Ax.7 und Ax.8 vom Master-Modul eingestellt werden.
Hinweis: Die Angaben "Register"  und "Parameter" im folgenden Text beziehen sich immer auf die ISYGLT Programmiersoftware ProgrammDesigner.

BetriebsmodeFunktionZustand
Ax.7
Zustand
Ax.8
Mode 1Handbetrieb00
Mode 2Automatikbetrieb10
Mode 3Sollwertbetrieb01
Mode 4I/O-Betrieb11

Betriebsmode 1 - Handbetrieb

Dieser Mode dient zum manuellen Fahren der Jalousie. Folgende Funktionen sind möglich:

  • Direkte Ansteuerung der Ausgangskontakte durch eine programmtechnische Verknüpfung im Master.
    Beispiel: KOPIE> Ax.1 = Ex.1 (Ax.1 steht für den Ausgangskontakt des Jalousie-Moduls, Ex.1 steht für eine Taste z.B. vor Ort)
    Kurzer Tastendruck bewirkt einen Winkelschritt (Winkel ist parametrierbar).
    Langer Tastendruck bewirkt nach 1 Sekunde den Dauerlauf bis zur Endabschaltung oder manuellen Stopp.
    Tastendruck während des Fahrens bewirkt das sofortige Stoppen.
  • Bei der Richtungsumkehr der Jalousie ist die Pausenzeit zwischen dem Richtungswechsel durch einen Zeitparameter Register "Jalousiemotorsetup" Parameter  "Verzögerung bei Richtungswechsel") einstellbar. Dadurch kann die, durch den jeweiligen Jalousiehersteller vorgeschriebene, Mindestpausenzeit beim Richtungswechsel eingehalten werden.
  • Die Ausgänge Zentral-Auf und -Ab (Ax.5, Ax.6) haben absolute Priorität (Alarm, Feuerwehr, Fluchtwege...). Diese Funktion wirkt auf beide Jalousiemotoren. Wenn z.B. „Zentral- Auf" betätigt und gehalten wird, setzt dies jegliche Fahrfunktionen außer Kraft, und die Jalousie fährt nach oben. Durch einen Impuls wird der Befehl ausgelöst. Mit Dauerkontakt können zusätzlich die manuellen Fahrfunktionen verriegelt werden.
  • Der Blockierschutz (Register "Jalousiemotorsetup" die Parameter "Zeit Blockierschutz") dient zum Schutz der Jalousiemotoren. Wenn der Antrieb in der eingestellten Zeit nicht seine Endabschaltung erreicht, wird der Kontakt vom Modul abgeschaltet. Dies wird über den Meldeeingang Ex.7 signalisiert und kann im Master weiter verarbeitet werden. Eine erneute Fahr-Freigabe ist nur durch gleichzeitiges Drücken der Auf/Ab-Taste, einem Mode-Wechsel, dem Ansprechen des Wind/Regenwächters oder der Zentralfunktion möglich.
  • Der Regenschutz wird über ein Bit innerhalb der Wetterdaten vom Master aktiviert (siehe Beschreibung ProgrammDesigner). Wenn das Regenbit vom Master-Modul gesetzt wird, fahren die Jalousien sofort nach oben (Auswertung ist im Register "Wetterschutz" mit den Parametern "Jalousie xx Regenschutz" einstellbar).
  • In diesem Mode ist der Windschutz immer aktiv. Das Jalousie-Modul erhält vom Master die aktuelle Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Soll der Windschutz nicht ausgewertet werden, z.B. bei Innenjalousien, kann für beide Windwerte 50m/s eingegeben werden.
    Als Einstellparameter (siehe Register "Wetterschutz") sind die Ansprechverzögerungszeit und 2 Geschwindigkeiten vorgesehen (Speed 1 und Speed 2). Die beiden Geschwindigkeiten werden den Auswerterichtungen (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW) zugewiesen. So können die Jalousien fassadenweise, in Abhängigkeit der Windrichtung, geschützt werden, ohne dass gleich alle Jalousien nach oben fahren.
    Bei einer Windstärke über den eingestellten Schwellwerten und Verzögerungszeiten fahren die Jalousien automatisch nach oben und bleiben bis zur Unterschreitung der eingestellten Windstärke verriegelt. Bei Aktivierung des Windschutzes wird der Blockierschutz automatisch zurückgesetzt. Ist die gemessene Windstärke doppelt so hoch wie der eingestellte Schwellwert, wird der Windschutz ohne Zeitverzögerung aktiviert.
    Die Verriegelung durch den Windschutz wird an das GLT-System rückgemeldet (Ex.6).

Betriebsmode 2 - Automatikbetrieb

In diesem Mode wird die Jalousie vollautomatisch gefahren und die Lamellenwinkel eingestellt. Folgende Funktionen sind möglich:

  • Die Jalousie wird nach unten gefahren, wenn alle Bedingungen gemäß der Tabelle 1 (siehe unten) erfüllt sind, oder wenn alle Bedingungen der Tabelle 2 erfüllt sind. Die Tabelle 2 hat eine höhere Priorität. Sind beide Bedingungen (Tabelle 1 und Tabelle 2) erfüllt, dann wird der Lamellenwinkel immer durch die Bedingung der Tabelle 2 (Zwangsverschattung) berechnet. Die nachfolgend beschriebene Funktion ist für beide Jalousien identisch, die Parameter sind jedoch einzeln einstellbar.
    Ist keine der Bedingungen erfüllt, fährt die Jalousie in die definierte Ausgangsposition "Oben" oder "Unten" mit definiertem Winkel, sowie einer definierbaren Nachtstellung (Parameter im Register "Allgemein"). Siehe auch "Sonderfunktionen im Automatikbetrieb."
  • Bei der Richtungsumkehr der Jalousie ist die Pausenzeit zwischen dem Richtungswechsel durch einen Zeitparameter (Register "Jalousiemotorsetup" Parameter "Verzögerung bei Richtungswechsel") einstellbar. Dadurch kann die, durch den jeweiligen Jalousiehersteller vorgeschriebene, Mindestpausenzeit beim Richtungswechsel eingehalten werden.
  • Die Ausgänge Zentral-Auf und -Ab (Ax.5, Ax.6) haben absolute Priorität (Alarm, Feuerwehr, Fluchtwege...). Diese Funktion wirkt auf beide Jalousiemotoren. Wenn z.B. „Zentral- Auf" betätigt und gehalten wird, setzt dies jegliche Fahrfunktionen außer Kraft, und die Jalousie fährt nach oben. Die Zentralfunktionen müssen als Dauerkontakt programmiert werden. Die Motoren fahren, so lange der Befehl ansteht und stoppen, wenn dieser aufgehoben wird.
  • Der Blockierschutz (einstellbar über Register "Jalousiemotorsetup" die Parameter "Zeit Blockierschutz") dient zum Schutz des Jalousiemotors. Wenn der Antrieb in der eingestellten Zeit nicht seine Endabschaltung erreicht, wird der Kontakt vom Modul abgeschaltet. Dies wird über den Meldeeingang Ex.7 signalisiert und kann im Master weiter verarbeitet werden. Eine erneute Fahr-Freigabe ist nur durch einen Mode-Wechsel oder dem Ansprechen des Wind/Regenwächters möglich.
  • Der Regenschutz wird über ein Bit innerhalb der Wetterdaten vom Master aktiviert (siehe Beschreibung ProgrammDesigner). Wenn das Regenbit vom Master-Modul gesetzt wird, fährt die Jalousie sofort nach oben.
  • In diesem Mode ist der Windschutz immer aktiv. Das Jalousie-Modul erhält vom Master die aktuelle Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Soll der Windschutz nicht ausgewertet werden, z.B. bei Innenjalousien, kann für beide Windwerte 50m/s eingegeben werden.
    Als Einstellparameter sind die Ansprechverzögerungszeit und 2 Geschwindigkeiten vorgesehen (Speed 1 und Speed 2). Die beiden Geschwindigkeiten werden den Auswerterichtungen (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW) zugewiesen. So können die Jalousien fassadenweise, in Abhängigkeit der Windrichtung, geschützt werden, ohne dass gleich alle Jalousien nach oben fahren.
    Bei einer Windstärke über den eingestellten Schwellwerten und Verzögerungszeiten fahren die Jalousien automatisch nach oben, und bleiben bis zur Unterschreitung der eingestellten Windstärke verriegelt. Bei Aktivierung des Windschutzes wird der Blockierschutz automatisch zurückgesetzt. Ist die gemessene Windstärke doppelt so hoch wie der eingestellte Schwellwert, wird der Windschutz ohne Zeitverzögerung aktiviert.
    Die Verriegelung durch den Windschutz wird an das GLT-System rückgemeldet (Ex.6).

Bedingungstabelle 1: Alle Bedingungen in der Tabelle verstehen sich als UND-Funktion

Nr.BedeutungParameterRegister
1Der Azimut (Himmelsrichtung, aus der die Sonne scheint) muss zwischen linker und rechter Blickwinkelbegrenzung des Fensters liegen.Azimut Begrenzung links
Azimut Begrenzung rechts
Blendschutz
 
2Die Elevation (Höhenwinkel der Sonne über dem Horizont) muss zwischen unterer und oberer Blickwinkelbegrenzung des Fensters liegen.Elevation Begrenzung unten
Elevation Begrenzung oben
Blendschutz
 
3Der Windschutz darf nicht aktiv sein. Wetterschutz
4Die eingestellte Beschattungslichtstärke muss erreicht sein.Die Bildung der Beschattungslichtstärke wird später beschriebenBeschattung

Bedingungstabelle 2: Alle Bedingungen in der Tabelle verstehen sich als UND-Funktion

Nr.BedeutungParameterRegister
1Der Windschutz darf nicht aktiv sein. Wetterschutz
2Eine der beiden Zwangsbeschattungslichtstärken muss erreicht sein. Beschattung

 

Lamellenwinkelberechnung bei Erfüllung der Bedingungen in Tabelle 1

Zur Berechnung gibt es eine Parametertabelle, welche die Lamellenwinkel in Abhängigkeit von der Elevation (Höhenwinkel der Sonne über dem Horizont) enthält.
Die Auflösung dieser Tabelle beträgt 10°, bezogen auf die Elevation. Es kann also für alle Elevationswerte von 0 bis 90°, im Abstand von 10°, ein zugehöriger Lamellenwert gespeichert werden. Steht die Sonne zwischen den in 10° abgestuften Elevationswerten, wird der Lamellenwinkel interpoliert. Somit lassen sich verschiedene Fahrstrategien in Abhängigkeit von der Elevation realisieren. Standardmäßig sind die Tabellenwerte so eingestellt, dass die Lamellen immer 90° zur Sonne stehen, also den größtmöglichen Blendschutz gewährleisten. Soll die Jalousie auch bei Sonnenschein etwas Sonnenlicht durchlassen, haben sich folgende Werte (Register "Blendschutz") bewährt:

ParameterLamellenwinkel
Elevation 0 grd15 grd
Elevation 10 grd25 grd
Elevation 20 grd35 grd
Elevation 30 grd45 grd
Elevation 40 grd55 grd
Elevation 50 grd65 grd
Elevation 60 grd75 grd
Elevation 70 grd85 grd
Elevation 80 grd90 grd
Elevation 90 grd90 grd

 

Um indirekte Blendungen, z.B. von gegenüberliegenden Fensterflächen mit in die Verschattung bzw. den Blendschutz mit einzubeziehen, stehen noch 5 Blendbereiche im Register "Blendschutz" zur Verfügung.

ParameterWert
Art Steuerung LamelleDirekt Elevation (oder fester Winkel)
Azimut Begrenzung linksz.B. 90 grd
Azimut Begrenzung rechtsz.B. 35 grd
Elevation Begrenzung untenz.B. 1 grd
Elevation Begrenzung obenz.B. 90 grd

 

Zur Realisierung von Tageslichtlenksystemen ist der richtige Lamellenwinkel zum jeweiligen Elevationswinkel durch den Hersteller der Jalousie vorzugeben, oder durch Testen (z.B. im Handbetrieb) selbst zu ermitteln.

Lamellenwinkelberechnung bei Erfüllung der Bedingungen in Tabelle 2

Es wird der, der jeweiligen Zwangsbeschattungslichtstärke zugeordnete Lamellenwinkel angefahren. Die Aktivierung der Zwangsverschattung wird an das GLT-System zurückgemeldet.

Berechnen der Beschattungslichtstärke

Es wird der aktuell gemessene Helligkeitswert des Lichtsensors von der eingestellten Auswerterichtung zur Berechnung verwendet.
Um ein Schwingen zu vermeiden, ist die Verzögerungszeit zum Verschatten und Entschatten getrennt einstellbar. Der gemessene Außenlichtwert wird durch einen Zeitfilter geglättet.
Der Außenlichtwert kann vom GLT-System zusätzlich verändert werden. Die Freigabe zur Skalierung des Außenlichtwertes erfolgt im Register "Allgemein". Diese Möglichkeit ist für Sonderanwendungen vorgesehen. Für Standardanwendungen sollte dieser Parameter auf "nicht verwenden" eingestellt sein.

ParameterRegister
Ansprechzeit (Verzögerungszeit) (Sekunden) VerschattenAllgemein
Ansprechzeit (Verzögerungszeit) (Sekunden) EntschattenAllgemein
Auswerterichtung LichtwertBeschattung

Der Grenzwert der Beschattungslichtstärke ist abhängig von der momentanen Elevation. Ist die Elevation kleiner als 0°, gilt die Beschattungslichtstärke automatisch als nicht erreicht.
Der Lichtschwellwert wird aus den folgenden 4 Grenzwerten der Elevation bestimmt:

Zu verwendende ParameterWertRegister
Elevation 0 bis 9 grd3 klxBlendschutz
Elevation 10 bis 29 grd10 klxBlendschutz
Elevation 30 bis 59 grd30 klxBlendschutz
Elevation 60 bis 90 grd40 klxBlendschutz

 

Sonderfunktionen im Automatikbetrieb

Parkposition:
Im Automatikbetrieb kann bei Nichterfüllung einer der oben genannten Bedingungen die Jalousie in einen vordefinierten Lamellenwinkel gefahren werden. Die Jalousie kann dadurch z.B. am Tage generell heruntergefahren werden, auch wenn das Außenlicht kleiner als der angegebene Schwellwert ist.

Nachtposition:
Bei einer Unterschreitung des im Parameter definierten Außenlichtwertes und nach Ablauf der angegebenen Zeit kann die Jalousie bei Freigabe (Parameter), einen per Parameter definierten Winkel einnehmen (siehe Register "Allgemein").

Betriebsmode 3 - Sollwertbetrieb

In diesem Mode erfolgt die Jalousielamellenwinkeleinstellung vom Master. Dies wird benötigt, wenn z.B. Putzstellungen oder separat programmierbare Regelungen realisiert werden sollen, in denen die Lamellen auf definierte Winkel einzustellen sind.

  • Die Jalousielamellenwinkel werden vom Master über den Analogsteuerkanal AAx.1 für beide Jalousien direkt vorgegeben. Die Werte 0-180 entsprechen dabei den Winkelpositionen 0-180°. Die Stellung 0° ist geschlossen, ganz unten. Beim Wert 255 fahren die Jalousien nach oben.
    Stellimpulse (Nachfahren der Lamellen) werden an die Jalousie nur dann ausgegeben, wenn die Differenz von Sollwertwinkel zu Istwertwinkel größer als der im Parameter angegebene Winkelwert ist.
  • Bei der Richtungsumkehr der Jalousie ist die Pausenzeit zwischen dem Richtungswechsel durch einen Zeitparameter einstellbar. Dadurch kann die, durch den jeweiligen Jalousiehersteller vorgeschriebene Mindestpausenzeit, beim Richtungswechsel eingehalten werden.
  • Die Ausgänge Zentral-Auf und -Ab (Ax.5, Ax.6) haben absolute Priorität (Alarm, Feuerwehr, Fluchtwege...). Diese Funktion wirkt auf beide Jalousiemotoren. Wenn z.B. „Zentral- Auf" betätigt und gehalten wird, setzt dies jegliche Fahrfunktionen außer Kraft, und die Jalousie fährt nach oben. Die Zentralfunktionen müssen als Dauerkontakt programmiert werden. Die Motoren fahren, solange der Befehl ansteht, und stoppen, wenn dieser aufgehoben wird.
  • Der Blockierschutz (einstellbar über die Parameter im Register "Jalousiemotorsetup") dient zum Schutz des Jalousiemotors. Wenn der Antrieb in der eingestellten Zeit nicht seine Endabschaltung erreicht, wird der Kontakt vom Modul abgeschaltet. Dies wird über den Meldeeingang Ex.7 signalisiert und kann im Master weiter verarbeitet werden. Eine erneute Fahr-Freigabe ist nur durch einen Mode-Wechsel oder dem Ansprechen des Wind/Regenwächters möglich.
  • Der Regenschutz wird über ein Bit innerhalb der Wetterdaten vom Master aktiviert (siehe Beschreibung ProgrammDesigner). Wenn das Regenbit vom Master-Modul gesetzt wird, fahren die Jalousien sofort nach oben (Auswertung ist mit Parametern einstellbar).
  • In diesem Mode ist der Windschutz immer aktiv. Das Jalousie-Modul erhält vom Master die aktuelle Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Die Einstellung ist für beide Jalousie-Motoren getrennt möglich. Soll der Windschutz nicht ausgewertet werden, z.B. bei Innenjalousien, kann für beide Windwerte 50m/s eingegeben werden.
    Als Einstellparameter sind die Ansprechverzögerungszeit und 2 Geschwindigkeiten vorgesehen (Speed 1 und Speed 2). Die beiden Geschwindigkeiten werden den Auswerterichtungen (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW) zugewiesen. So können die Jalousien fassadenweise, in Abhängigkeit der Windrichtung, geschützt werden, ohne dass gleich alle nach oben fahren.
    Bei einer Windstärke über den eingestellten Schwellwerten und Verzögerungszeiten, fahren die Jalousien automatisch nach oben und bleiben bis zur Unterschreitung der eingestellten Windstärke verriegelt. Bei Aktivierung des Windschutzes wird der Blockierschutz automatisch zurückgesetzt. Ist die gemessene Windstärke doppelt so hoch wie der eingestellte Schwellwert, wird der Windschutz ohne Zeitverzögerung aktiviert.
    Die Verriegelung durch den Windschutz wird an das GLT-System rückgemeldet (Ex.6).

Betriebsmode 4 - I/O-Betrieb

In diesem Mode funktioniert das Modul wie ein normales Schalt-Modul.

  • Die Ausgänge werden direkt vom Master angesprochen. Auch in diesem Mode können beide Ausgänge (AUF und AB) nicht gleichzeitig aktiv sein, da die Relais-Ausgänge zusätzlich hardwareseitig gegeneinander verriegelt sind. Sollten beide Ausgänge gesetzt sein, schaltet das JSM-Modul beide Relaiskontakte ab.
  • Keine Zentral-Funktion
  • Keine Blockierschutzauswertung
  • Keine Regenwächterauswertung
  • Keine Windwächterauswertung

Register "Synchronisation"

Generell arbeitet jedes Jalousie-Modul autark. Bei der Inbetriebnahme wird in den Parametern festgelegt, wo sich die Jalousie befindet und welche Sonnenstände zu erwarten sind. Aus den Wetterdaten, die über den BUS geliefert werden, ermittelt das Modul seine Fahrstrategien. Falls mehrere Module an einer Fassadenseite in Betrieb sind, kann es sein, dass diese leicht zeitversetzt arbeiten. Um dies zu verhindern, kann ein Modul zur Synchronisation herangezogen werden.

ParameterWert
Art Steuerung LamelleDirekt Elevation (oder fester Winkel)
UP/DOWN-Sync Jalousie 1Ein/Aus
UP/DOWN-Sync Jalousie 2Ein/Aus
Jalousie-Modul, auf welches synchronisiert wirdAdr. xxx Jx

Anschlussbelegung

9-poliger Stecker oben

E1 Nicht belegt
E2 Nicht belegt
E3 Nicht belegt
E4 Nicht belegt
CE Nicht belegt
B Subnet (BUS B, RS-485)
A Subnet (BUS A, RS-485)
0V Betriebsspannung
Ub Betriebsspannung

8-poliger Stecker unten

L Gemeinsamer Anschluss für Relais-Ausgänge (intern mit Feinsicherung 6,3A abgesichert)
A1 Jalousiemotor Blendschutz AUF
A2 Jalousiemotor Blendschutz AB
A3 Jalousiemotor Lichtlenkung AUF
A4 Jalousiemotor Lichtlenkung AB
EJ1 Nicht belegt
EJ2 Nicht belegt
CEJ Nicht belegt

Mehr Infos finden Sie unter folgenden Links

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Zubehör

SUN-PRO - Geber für Sonnenstand

WETTER-01 - Wetterstation mit Sonnenstand und Helligkeit aus 4 Richtungen

ZTLS-04 - Zentraler Tageslichterfassungs-Sensor