Pfarrkirche St. Josef in Holzkirchen

In Kürze:

  • Bausumme: ca. 11 Mio. €
  • Baustart: 2015
  • Eröffnung: März 2018
  • Unsere Leistung: Lichtsteuerung, Gebäudeautomation, Touch-Panels, Kameratechnik, Ansteuerung Lüftung und Heizung, Ansteuerung ELA, Visualisierung und Gebäudeleittechnik (jeweils Lieferung, Programmierung und Inbetriebnahme)

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Über das Projekt

Läuft man auf diese katholische Kirche in Holzkirchen zu, staunt man. Zwei stumpfe schiefe Kegel erinnern an das hiesige Alpenpanorama. Der traditionelle Werkstoff Holz mit den Holzschindeln bezieht das Gebäude auf die Region und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit.

Der Sakralbau gliedert sich in die Sonn- und Feiertagskirche „St. Josef der Arbeiter“ und in die Kapelle „Zur Heiligen Familie“. Ein flaches Dach dazwischen verbindet beide Räume und formt einen Vorraum. Vom Eingangsbereich linksgewandt tritt man ins Innere der großen Kirche. Ein hoch aufsteigender Raum öffnet sich, der den Blick nach oben zum Oberlicht in 21 Metern Höhe zieht.

Eine Tageslichtkirche

Der Kirchenraum ist eine sog. „Tageslichtkirche“. Die Lichtplanung sollte dieser Form Rechnung tragen und deshalb den Wandel des Tageslichtes miteinbeziehen und unterstützen. Jede zusätzliche Lichtmenge und -dynamik musste man also mit viel Feingefühl positionieren. Trotz des wunderbaren Oberlichtes war es nötig, dem Altarbereich als den sakralen Mittelpunkt über zusätzliche Lichtquellen das entsprechende Gewicht zu verleihen. Dies geschah durch ein Abwägen und Abstimmen der Lichtmenge, die von oben nach unten tritt. Auch die Glaslamellen am Oberlicht wurden in ihrer Durchlässigkeit abgestimmt. So kann gerichtetes Licht teilweise noch durchtreten. Bei Sonnenschein ist die Sonnenrichtung durchaus wahrnehmbar. In fast allen Sakralbauten spielt das Tageslicht die Hauptrolle, weshalb das Kunstlicht den Raum nur akzentuieren soll. Daraus ergab sich ein Konzept der Reduktion auf zwei Ringe. Der eine Ring verläuft unter der Sitzbank und führt die Raumbegrenzungen. Der andere bildet mit etwa 70 Strahlern (iGuzzini) das gesamte Oberlicht.

"Vielen herzlichen Dank für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Firma Seebacher. Ich freue mich auf viele weitere schöne gemeinsame Projekte!"

Ing. M. Bamberger

Eine besondere Herausforderung war dabei, die Raumhülle möglichst ruhig wirken zu lassen und dennoch den sakralen Orten ein angemessenes Licht zu geben. Diese sind der Altar, Tabernakel, Marienstatue und die neu geschaffene Orgel. Unsere Lichtsteuerung ermöglicht dies auf einfache Weise. Sie kann sowohl über ein kleines Tableau in der Kirche betätigt werden, als auch über ein Touchpanel in der Sakristei. Spezielle Funktionen, wie die Lautsprecheranlage und der Glockenschlag, werden hierdurch ebenfalls bedient. Unterschiedliche Bereiche und Lichtszenen für besondere Anlässe können ganz einfach ausgewählt werden.

Vom Eingangsbereich rechtsgewandt ist die Kapelle mit einer Firsthöhe von 11 Metern. Die Zurückhaltung des Raumes zeigt sich schon durch die viel kleinere Dimension. Das Dachfenster ist stärker gedämpft durch weiße Aluminiumlamellen der Fa. Körner. Das elliptische Seitenfenster ist nach Norden hin ausgerichtet und eröffnet einen Blick in den Garten.

Ergänzt wurde das Tageslicht durch eine der Epoche angepassten Leuchtensituation. Hier ist sie zurückhaltend, auf Maßgebliches reduziert. Es sind ca. 50 Strahler (Fa. Buschfeld) im Einsatz, welche, wenn nötig, wärmendes Licht in den Raum bringen. Sie sind klein, sehr gut im Spektrum und variabel in den Möglichkeiten.

Die technische Umsetzung

Nach den ersten Besprechungen war die Anforderung an unsere Steuerung schnell klar. Beinahe alle Gewerke sollten über ISYGLT angesteuert werden: von der Lüftung über Audio bis hin zu den Oberlichtern und Glocken! Da kam das gesamte Repertoire an Kommunikationsmöglichkeiten zum Einsatz. Sowohl allseits bekannte Binär- und Analoganbindungen, als auch ein moderner netzwerkgebundener Protokollaustausch wurde integriert. Nur durch unser hervorragendes Single-Master BUS-System ist es möglich, auch diese Übertragungen schnell und ausfallsicher zu bewältigen.
Natürlich stand die Ansteuerung der Beleuchtung im Vordergrund. Für jeden Anlass wurde eine der insgesamt 14 Lichtstimmungen voreingestellt und sind nun intuitiv zu bedienen. Die einzelne Ansteuerung der DALI-Leuchten über den DALI-BUS rückt auch freistehende Heiligenfiguren ins rechte Licht. Eine Besonderheit: Durch die Kombination der Auswertung von Außenhelligkeit und Besucherzeiten lässt sich die Kirche für Besucher effizient erleuchten. Eine dynamische Lichtszene in der Kapelle modelliert den Raum harmonisch und bringt das Kunstwerk zum strahlen.

Zum Einsatz kamen folgende ISYGLT-Module:

  • MA-IP-2: Master-Modul mit Ethernetschnittstelle
  • Mini-PC im Schaltschrank als Visualisierungs-Server (IPMS)
  • DALI-16B
  • I/O-08B-230V-10A
  • I/O-08H-230V-16A
  • I/O-04HD-230V-16A
  • IN-04U
  • WETTER-01 Kombi-Wetterstation
  • LSR-02 Lichtregelsensor mit Bewegungssensor
  • HomeCockpit Levior 104, kap. Multitouch-PC 10,4" mit Glasfront
  • Fixed Dome Kamera mit HDTV
  • Raum-Controller 18 Tasten
  • DA-04-VX
  • AD-04/12BIT
  • Schnittstelle Medientechnik über RS-232

Projektbeteiligte:

Bauherr: Kath. Pfarrverband Holzkirchen
Architekten: Eberhard Wimmer Architekten BDA
Elektroplanung: IB J. Schneider GmbH, Martin Geier
Elektroinstallation: Pongratz
Lichtplanung: Ingenieure Bamberger GmbH & Co. KG
Lichtsteuerung: Seebacher GmbH 



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Tel: +49 8041 7777 6
E-Mail: info(at)seebacher.de

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